Kolumnen

Unter dem Titel "Merz hört mit" erscheint diese Kolumne vierzehntägig auch auf der Onlineplattform fuldainfo.de
Mehr zum Hintergrund dieser Kolumenserie und zu ihrer Entstehung finden Sie hier.

Irmer und kein Ende!

(29.April 2010) Zu den deprimierenden Erfahrungen in der Arbeit im Landtag gehören die immer wiederkehrenden Debatten über die unerträglichen Ansichten des Kollegen Hans-Jürgen Irmer. Irmer fischt seit Jahren systematisch und gewohnheitsmäßig im rechtsextremen Umfeld. Das tut er insofern erfolgreich, als er für seine völkisch-nationalistischen, fremden- und islamhasserischen Tiraden ebenso gewohnheitsmäßig Beifall aus genau diesem rechtsextremistischen Lager erhält.  Es ist ihm offensichtlich ein inneres Anliegen, rechtsextremes Gedankengut hoffähig zu machen.

Vorrang für Kinderschutz – auch an Schulen!

(08.März 2010) Kinder vor körperlicher und seelischer Gewalt, vor Missbrauch und Vernachlässigung, vor Not und Armut zu schützen, sie alle möglichst früh und möglichst umfassend zu fördern, ist die vornehmste Aufgabe jeder Gesellschaft, jeder staatlichen Ordnung und jeder politischen Ebene. Dass die Realität oft anders aussieht, ist bekannt.

Spalter und Hassprediger!

(04.Februar 2010) Die Debatten im letzten Plenum des Hessischen Landtags waren scharf. Das war den Gegenständen auch durchaus angemessen. Sowohl die Auseinandersetzung um die Arbeitspflicht und um schärfere Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger als auch über die neuerlichen unsäglichen Äußerungen des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Hans-Jürgen Irmer zum Thema Islam sind nach Inhalt, Ton und politischer Absicht inakzeptabel.

Ein neues Jahrzehnt braucht eine neue Politik!

(01.Januar 2010) Das alte Jahrzehnt, das mit Milleniumsfeiern und Milleniumszielen so großartig - und auch so großspurig - begonnen wurde, ist mit mehr Fragen als Antworten zu Ende gegangen. Es hat von Anfang bis zum Ende deutlich werden lassen, dass die „eine Welt“, in der wir leben, eine Realität ist und kein Wunschtraum und dass diese eine Welt wachsende Chancen und unkalkulierbare Risiken mit sich bringt.

Umtauschzeit in Hessen

(31.12.2009) Die Zeit „zwischen den Jahren“ wird häufig genutzt, um Weihnachtsgeschenke, die nicht gefallen oder passen, umzutauschen. In der Politik ist manches anders, in diesem Fall später. Die dringende Notwendigkeit zum Umtausch besteht auch hier, die Gelegenheit dazu freilich kommt nicht zwischen den Jahren, sondern erst am 18.Januar. Denn dann ist Wahltag und damit Umtauschzeit in Hessen.

Ein Neuanfang?!

(16.11.2009) „Der Bericht über meinen Tod war stark übertrieben“, schrieb Mark Twain 1897. Mit den gegenwärtigen in Mode befindlichen Totsagungen der SPD könnte es ähnlich sein. Freilich könnte auch irren, wer innerhalb oder außerhalb der SPD glaubt, schlimmer könne es nimmer werden. Alles hängt vielmehr davon ab, was die Partei – und das bedeutet die Führung ebenso wie die mittleren und unteren Amts- und Mandatsträger und die „einfachen“ Mitglieder - in der gegenwärtigen Krise tut.

Schluss mit dem Schweinezyklus!

(30.07.2009) Manche Dinge wiederholen sich – so scheint es jedenfalls – unendlich oft. So ist es mit der Einstellungssituation von Lehrerinnen und Lehrern. Die aktuelle Situation bei der Einstellung von Lehramtsanwärtern in Hessen ist genauso unverständlich und absurd, wie damals 1983, als ich nach durchaus erfolgreich absolviertem 1. und 2.Staatsexamen mit den besten Wünschen meiner Ausbilder in die Arbeitslosigkeit entlassen wurde.

Für Gießen ist Karstadt systemrelevant

(28.Mai 2009) Schutzschirme will heute jeder: Immobilien- und andere Banken, Autokonzerne, Milchbauern – und jetzt eben auch Karstadt. Was aus Gießener Sicht bisher eher eine zwar interessante, aber doch eher allgemein-abstrakte Diskussion zu sein schien, jetzt wird es verdammt konkret.

Wirklich wieder Koch! Aber wie lange?

(11.02.2009) Er hat es also doch wieder geschafft! Roland Koch ist wieder zum Ministerpräsidenten Hessens gewählt worden und kann jetzt ruhig und in Frieden fünf Jahre lang regieren, weitgehend unbehelligt von einer zersplitterten und demoralisierten Opposition. Schwarze Zeiten….. Nicht ganz.

Von Schirmen und Paketen

(24.02.2009) „Auf den lass’ ich nix kommen, noch net mal en Schirm wenn’s regnet!“ So pflegt man in meiner Odenwälder Heimat zu sagen, wenn einem jemand ganz und gar gleichgültig ist oder einem gar so richtig gegen den Strich geht. In Zeiten wie diesen aber geht niemand mehr ohne Schirm - und muss es auch nicht! In der Wirtschaft braucht praktisch jeder einen und die Politik nimmt sich aus wie ein großes Schirmgeschäft oder ein Schirmverleih, in dem für jeden Bedarf das passende Modell zu haben ist.

Seiten