Kolumnen

Unter dem Titel "Merz hört mit" erscheint diese Kolumne vierzehntägig auch auf der Onlineplattform fuldainfo.de
Mehr zum Hintergrund dieser Kolumenserie und zu ihrer Entstehung finden Sie hier.

Ein Neuanfang?!

(16.11.2009) „Der Bericht über meinen Tod war stark übertrieben“, schrieb Mark Twain 1897. Mit den gegenwärtigen in Mode befindlichen Totsagungen der SPD könnte es ähnlich sein. Freilich könnte auch irren, wer innerhalb oder außerhalb der SPD glaubt, schlimmer könne es nimmer werden. Alles hängt vielmehr davon ab, was die Partei – und das bedeutet die Führung ebenso wie die mittleren und unteren Amts- und Mandatsträger und die „einfachen“ Mitglieder - in der gegenwärtigen Krise tut.

Schluss mit dem Schweinezyklus!

(30.07.2009) Manche Dinge wiederholen sich – so scheint es jedenfalls – unendlich oft. So ist es mit der Einstellungssituation von Lehrerinnen und Lehrern. Die aktuelle Situation bei der Einstellung von Lehramtsanwärtern in Hessen ist genauso unverständlich und absurd, wie damals 1983, als ich nach durchaus erfolgreich absolviertem 1. und 2.Staatsexamen mit den besten Wünschen meiner Ausbilder in die Arbeitslosigkeit entlassen wurde.

Für Gießen ist Karstadt systemrelevant

(28.Mai 2009) Schutzschirme will heute jeder: Immobilien- und andere Banken, Autokonzerne, Milchbauern – und jetzt eben auch Karstadt. Was aus Gießener Sicht bisher eher eine zwar interessante, aber doch eher allgemein-abstrakte Diskussion zu sein schien, jetzt wird es verdammt konkret.

Wirklich wieder Koch! Aber wie lange?

(11.02.2009) Er hat es also doch wieder geschafft! Roland Koch ist wieder zum Ministerpräsidenten Hessens gewählt worden und kann jetzt ruhig und in Frieden fünf Jahre lang regieren, weitgehend unbehelligt von einer zersplitterten und demoralisierten Opposition. Schwarze Zeiten….. Nicht ganz.

Von Schirmen und Paketen

(24.02.2009) „Auf den lass’ ich nix kommen, noch net mal en Schirm wenn’s regnet!“ So pflegt man in meiner Odenwälder Heimat zu sagen, wenn einem jemand ganz und gar gleichgültig ist oder einem gar so richtig gegen den Strich geht. In Zeiten wie diesen aber geht niemand mehr ohne Schirm - und muss es auch nicht! In der Wirtschaft braucht praktisch jeder einen und die Politik nimmt sich aus wie ein großes Schirmgeschäft oder ein Schirmverleih, in dem für jeden Bedarf das passende Modell zu haben ist.

Krise und Neubeginn - und ein persönlicher Dank!

(19.01.2009) Die Landtagswahl liegt hinter uns. Sie hat für die SPD – das muss man unumwunden sagen – ein Debakel gebracht. Ein Verlust von landesweit 13 %, das sind über 390 000 Stimmen, kann nur als Absturz bezeichnet werden. Die Wählerinnen und Wähler in Hessen haben ihrer tiefen Verärgerung über die SPD-Politik des letzten Jahres Ausdruck verliehen. Das ist angesichts der Irrungen und Wirrungen, die dieses Jahr gebracht hat, verständlich.

PISA, TIMSS, IGLU - und was man dagegen tun kann!

(10.Dezember 2008) In diesen Tagen jagen sich wieder einmal die Meldungen über das Abschneiden der deutschen Schulen in den Internationalen Leistungsvergleichen und über das Abschneiden der deutschen Bundesländer innerhalb dieser internationalen Leistungsvergleiche. Um es kurz zu machen: Es hat sich nicht wirklich viel geändert, vor allem im angeblichen „Bildungsland Nr. 1 Hessen“ nicht.

Hessen wählt neu

(03.Dezember 2008) Am 18.Januar 2009 wird zum zweiten Mal innerhalb eines knappen Jahres der Hessische Landtag gewählt. Die Neuwahl ist notwendig geworden, weil es den Parteien, die am 27.Januar 2008 in den Landtag gewählt wurden, nicht gelungen ist, eine Regierung zu bilden. Wir Sozialdemokraten haben versucht, mit einer von uns geführten Regierung einen grundlegenden Politikwechsel in Hessen herbeizuführen. Vor diese Aufgabe hatten uns die Wählerinnen und Wähler gestellt.

10 verlorene Jahre

(18.November 2008) Zehn Jahre Bildungspolitik von Roland Koch waren zehn verlorene Jahre. Unter Koch sind die hessischen Schulen - allem Gerede vom ‚Bildungsland Nr. 1’ zum Trotz - im bundesdeutschen Ländervergleich nicht aus dem Mittelfeld heraus gekommen. Und selbst die Tatsache des Stillstandes statt Rückschritts ist in erster Linie ein Erfolg des unermüdlichen Einsatzes der Lehrer und auch der Eltern.

Gewissensentscheidungen und politische Lehrstücke

(04.November 2008) Während ich diese Zeilen schreibe, hätte ich eigentlich im Plenum des Hessischen Landtags sitzen und Andrea Ypsilanti zur neuen Ministerpräsidentin wählen sollen und wollen. Damit wäre der Regierungswechsel vollzogen und der Weg zu einem Politikwechsel in Hessen begonnen worden. Ich hätte das nicht vollkommen leichten, aber ganz überwiegend guten Gewissens getan!

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