Kolumnen

Unter dem Titel "Merz hört mit" erscheint diese Kolumne vierzehntägig auch auf der Onlineplattform fuldainfo.de
Mehr zum Hintergrund dieser Kolumenserie und zu ihrer Entstehung finden Sie hier.

Merz hört mit – Flugzeuge in Fenstern und Runde Tische in Korridoren

Fulda/ Gießen. Bisher sind uns die Fenster und die Korridore nur in ihrer zeitlichen Rahmenbedingtheit begegnet. Dabei haben wir auch die Frage des mehr oder weniger engen Strickens der Zeitfensterrahmen erörtert. Fenster und Korridor erscheinen hier als verwandt und als eng, begrenzt und begrenzend. Dabei sind sie doch auch große Ermöglicher. Das Fenster z.B. kam ja gerade als „window of opportunity“, als „Fenster der günstigen Gelegenheit“ zu seinen ersten vielbeachteten Auftritten auf der großen Bühne der Phrasen.

Merz hört mit – Gut Ding‘ will Prüfstand haben

Gießen. Es ist in der Politik so eingerichtet, dass jedes Ding den ihm gemäßen Platz zugewiesen bekommt und dass es dabei nicht nur zweckmäßig und gerecht, sondern vor allem nach dem dreifachen Motto „Alles an seinem Ort, alles zu seiner Zeit und gut Ding will Weile haben“ zugeht. Deshalb haben die Mächtigen dieser Welt, den Dingen, die sofort zu entscheiden sie keine Lust haben oder noch keine Gelegenheit hatten, einen festen Ort zugewiesen, und dieser Ort ist kein anderer als: der Prüfstand.

Merz hört mit – Chefsache

Fulda/ Gießen. Zu den vielen Methoden, ein Problem nicht gelöst oder eine Sache nicht erledigt zu bekommen, gehört – neben der Einrichtung eines Runden Tisches, der Einberufung eines Gipfels oder der Überweisung an einen Prüfstand* – die Erklärung des Problems resp. des Gegenstands zur „Chefsache“.

Merz hört mit – Die Stellschraube auf dem Prüfstand

Fulda/ Gießen. Wir hatten schon in der Kolumne über den „Prüfstand im Wandel der Zeiten“ der Stellschraube Erwähnung getan. Diese verdient eine genauere Untersuchung, ist sie doch eines der am meisten heimgesuchten Objekte resp. Instrumente der Politik.

Merz hört mit – Zwischen Monstranz, Mantra und Mandala

Fulda/ Gießen. Politik, so denkt der durchschnittliche Beobachter, ist ein profanes Geschäft, weit entfernt von Geist, Mystik und Spiritualität. Diese Auffassung hält einer kritischen Überprüfung nicht stand. Richtig ist vielmehr, dass Politik und religiöses Ritual näher beieinander liegen, als manchem lieb ist, weshalb es häufig zu folgenreichen Verwechslungen kommt.

Merz hört mit – Körpersprache oder: Mit breiter Brust auf Augenhöhe

Fulda/ Gießen. An diesem Tag des Endspiels bei der Fußballweltmeisterschaft, an dem die Nation focussiert ist auf den Gewinn des 4.Sterns, vulgo Titels, und an dem der Vater und vor allem die Mutti der Nation zum Zuckerhut eilen, um unserer Mannschaft – die übrigens noch keinen eigenen Namen hat, wie in Brasilien die Selecao oder in der Schweiz die „Nati“, der Ideenwettbewerb ist hiermit eröffnet – Rücken und Meniskus zu stärken, an diesem Tag also ist es angebracht, über die Beziehung von Fußball und Politik, von Körper und Geist, von Körper und Sprache, über Körpersprache zu sprechen.

Merz hört mit – Vor Ort im Nirgendwo

Fulda/ Gießen. Wo findet eigentlich Politik statt? Böse Zungen behaupten, nirgends. Demnach wäre Politik ein utopischer Zustand, da Utopie bekanntlich nichts anderes als „Nicht-Ort“ bedeutet. Da wir aber von mit „utopisch“ vernünftigerweise zu bezeichnenden Zuständen nach allgemeiner Auffassung weit entfernt sind, muss es Orte der Politik geben. Wir haben in dieser Kolumne (vgl. Kolumne Nr. 5) bereits länger über den Prüfstand als eine politisch bedeutsame Infrastruktureinrichtung gesprochen und auf deren chronische Überlastung hingewiesen.

Merz hört mit – Kein Ort. Nirgends. Niemals nicht.

Fulda/ Gießen. Es ist in dieser Kolumne letzthin über den Ort der Politik gesprochen worden. Das ist natürlich zu kurz gesprungen, denn vor Ort stellt sich die Frage an dieser Stelle auf einer ganz anderen Ebene. Würden wir die Frage nach dem Ort der Politik nur auf der räumlichen Schiene behandeln, dann wären wir schnell am Ende. Wenn wir die räumliche Schiene nicht als Experimentierfeld betrachten, auf dem die Schnittstellen des Raum-Zeit-Kontinuums bearbeitet werden, dann wird die Schiene schnell zum Irrweg, zum Holzweg, zur Einbahnstraße, ja: zur Sackgasse.

Merz hört mit – Die Mühen der Schiefen Ebene

Fulda/ Gießen. “Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns // Vor uns liegen die Mühen der Ebenen.“ Als Brecht das schrieb, hatte er – so darf man vermuten – nicht die geringste Ahnung, genau wie recht er damit hatte. Denn fast alle der ansonsten unerforschlichen Wege der Politik laufen irgendwann auf die Ebene hinaus – und ach: welche Mühe hat man da.

Merz hört mit – ein zu weites Feld

Gießen/ Fulda. Wir haben beim letzten Mal das Problem der Ebenen in Politik und Gesellschaft einer näheren Betrachtung unterzogen. Dabei stößt man geradezu zwangsläufig auf das weitläufige Problem des Feldes, dem sich deshalb ja auch zu Recht ein eigener Forschungszweig, nämlich die Feldforschung, widmet. Bereits mit der Entwicklung der Drei-Felder-Wirtschaft hat der Mensch die Konsequenz aus der Erkenntnis gezogen, dass Ebenen (vgl. Die Mühen der schiefen Ebene) vor allem aus Feldern bestehen und dass „das Felder (sind), auf denen man Geld regenerieren kann“ (MdL-SPD).

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