Kolumnen

Unter dem Titel "Merz hört mit" erscheint diese Kolumne vierzehntägig auch auf der Onlineplattform fuldainfo.de
Mehr zum Hintergrund dieser Kolumenserie und zu ihrer Entstehung finden Sie hier.

Merz hört mit – Bullshit-Bingo, Teil 1 (zusammengesetzte Hauptworte)

Abbaupfad – Agrarfrieden – Agrargipfel – Agrarstrategie – Alleinstellungsmerkmal – Alleinvertretungsanspruch – Allheilmittel – Anschlussfähigkeit – Atmungsfähigkeit – Aufgabenträger – Aufklärungsbedarf – Ausbaukorridor – Ausbaustrategie – Automatismus – Bedenkenträger – Bildungsfrieden – Bildungsgipfel – Bildungslotse – Bildungsstrategie – Bildungsträger – Chefsache – Chefträger – Dinner-Speech – Dinnerspeechgipfel – Dinnergipfelspeech – Diskurslandschaft – Diskursmanagement – Diskursstrategie – Diskussionsbedarf – Diskussionsstrategie – Drohkulisse – Drohstrategie – Eckdaten – Eckpunkte –

Merz hört mit – Programmvielfalt, öffentlich rechtlich

Dienstag, 1.April 2015MDR, 10:10 Uhr: Seehund, Puma & Co.WDR, 11:10 Uhr: Elefant, Tiger & Co.ARD, 11:35 Uhr: Nashorn, Zebra & Co.SWR/SR, 11:35 Uhr: Seehund, Puma & Co.
WDR, 12 Uhr: Pinguin, Löwe & Co.RBB, 12:15 Uhr: Panda, Gorilla & Co.Bayern, 12:55 Uhr: Elefant, Tiger & Co.NDR, 17:10 Uhr: Panda, Gorilla & Co.Andererseits:NDR, 11:30 Uhr: Im Reich des EisvogelsARD, 16:10 Uhr: Das Waisenhaus für wilde TiereMDR, 19:50 Uhr: Einfach tierischNDR, 20:15 Uhr: Expeditionen ins Tierreich

Merz hört mit – Zum Anfassen

Fulda/Gießen. Die grundlegende Erfahrung der Entfremdung, der der postmoderne Mensch in der globalisiert-virtualisierten Welt unterworfen ist, bringt es mit sich, dass seine Sehnsucht nach dem Unmittelbaren, Konkreten, sinnlich Erfahr-, Greif- und Anfassbaren sich ins Unendliche, ja man könnte sagen: ins Unanfassbar-Unbegreifliche steigert. Der homo hapticus muss etwas zum Anfassen, zum Begreifen haben, wenn er begreifen soll.

Merz hört mit – Wenn‘ s zum Schwur kommt

Gießen/ Fulda. Das „Einschwören“ gehört zu den Ritualen, die aus den Tiefen der Vergangenheit auf uns gekommen sind. Wir binden – uralten Gebräuchen folgend – durch Treueschwur uns selbst an eine Person oder Sache oder wir verpflichten oder vereidigen uns selbst oder andere darauf, eine Sache besonders nachdrücklich zu vertreten. So wie z.B. der amerikanische Präsident, der mit einer Rede vor dem Kongress versuchte, die „Amerikaner auf Gesundheitsreform einzuschwören“ (SPIEGEL-online, 9.

Merz hört mit – Fenster, Raster, Schiene, Korridor – Am sausenden Webstuhl der Zeit!

Fulda/ Gießen. In der ersten Ausgabe dieser Kolumne haben wir gelernt, dass man Fensterrahmen stricken kann, insbesondere Zeitfenster-Rahmen, denn das Zeitfenster  ist fast immer „eng gestrickt“. Unklar geblieben ist der Zusammenhang von „Rahmen“, „Fenster“ und „Zeit“, also die Frage, ob der gestrickte Fensterrahmen als bedingender Rahmen – also als Rahmenbedingung – das Fenster einrahmt oder die Zeit.

Merz hört mit – Flugzeuge in Fenstern und Runde Tische in Korridoren

Fulda/ Gießen. Bisher sind uns die Fenster und die Korridore nur in ihrer zeitlichen Rahmenbedingtheit begegnet. Dabei haben wir auch die Frage des mehr oder weniger engen Strickens der Zeitfensterrahmen erörtert. Fenster und Korridor erscheinen hier als verwandt und als eng, begrenzt und begrenzend. Dabei sind sie doch auch große Ermöglicher. Das Fenster z.B. kam ja gerade als „window of opportunity“, als „Fenster der günstigen Gelegenheit“ zu seinen ersten vielbeachteten Auftritten auf der großen Bühne der Phrasen.

Merz hört mit – Gut Ding‘ will Prüfstand haben

Gießen. Es ist in der Politik so eingerichtet, dass jedes Ding den ihm gemäßen Platz zugewiesen bekommt und dass es dabei nicht nur zweckmäßig und gerecht, sondern vor allem nach dem dreifachen Motto „Alles an seinem Ort, alles zu seiner Zeit und gut Ding will Weile haben“ zugeht. Deshalb haben die Mächtigen dieser Welt, den Dingen, die sofort zu entscheiden sie keine Lust haben oder noch keine Gelegenheit hatten, einen festen Ort zugewiesen, und dieser Ort ist kein anderer als: der Prüfstand.

Merz hört mit – Chefsache

Fulda/ Gießen. Zu den vielen Methoden, ein Problem nicht gelöst oder eine Sache nicht erledigt zu bekommen, gehört – neben der Einrichtung eines Runden Tisches, der Einberufung eines Gipfels oder der Überweisung an einen Prüfstand* – die Erklärung des Problems resp. des Gegenstands zur „Chefsache“.

Merz hört mit – Die Stellschraube auf dem Prüfstand

Fulda/ Gießen. Wir hatten schon in der Kolumne über den „Prüfstand im Wandel der Zeiten“ der Stellschraube Erwähnung getan. Diese verdient eine genauere Untersuchung, ist sie doch eines der am meisten heimgesuchten Objekte resp. Instrumente der Politik.

Merz hört mit – Zwischen Monstranz, Mantra und Mandala

Fulda/ Gießen. Politik, so denkt der durchschnittliche Beobachter, ist ein profanes Geschäft, weit entfernt von Geist, Mystik und Spiritualität. Diese Auffassung hält einer kritischen Überprüfung nicht stand. Richtig ist vielmehr, dass Politik und religiöses Ritual näher beieinander liegen, als manchem lieb ist, weshalb es häufig zu folgenreichen Verwechslungen kommt.

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